Psychische Gefährdungsbeurteilung

Haftungsfalle für Unternehmen
Informationen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Unternehmen             

gültig ab dem 01.01.2014

Laut Grundgesetz und Arbeitsschutzgesetz gilt:

 "Arbeit darf nicht krank machen"

Arbeitgeber haben die Verpflichtung darauf zu achten, dass Arbeitnehmer nicht durch ihre Tätigkeit erkranken, somit gilt es bereits präventiv Gefahr vom Mitarbeiter abzuwenden, also im Vorfeld zu prüfen.

Hierzu sind Maßnahmen einzuleiten, zudem wird die Umsetzung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung ergänzend zum Arbeitsschutz gefordert und geprüft.

physische Gefährdungsvermeidung
(z.B. Pflicht, in gefährlichen Bereichen Helme, Schutzhandschutz zu tragen, etc.)
psychische Gefährdungsvermeidung
(der Erkennung von drohender Belastung, Überlastung, monotoner Arbeit, Mobbing)

Auszug aus dem Bundesgesetzblatt vom 24.10.2013 (Webcode 13875776):
Mit der Verkündigung des Bundesunfallkassen-Neuorganisationsgesetze (BUK-NOG) am 24.10.2013 im Bundesgesetzblatt (BGBI.I 201, Nr. 63, Seite 3835 wurde mit Artikel 8 dieses Gesetzes auch das ArbSchG in mehreren Punkten geändert.

In § 4 „Allgemeine Grundsätze“ Nummer 1 wird der Begriff „Gesundheit“ ergänzt um die Begriffe „physische“ und „psychische“ und damit verdeutlicht, dass der Gesundheitsbegriff unteilbar ist und sowohl die psychische als auch die psychische Gesundheit einschließlich der Wechselwirkungen umfasst.

Als Konsequenz des unteilbaren Gesundheitsbegriffes wird in § 5 „Beurteilung der Arbeitsbedingen“ die Aufzählung der Gefährdungsfaktoren in Absatz 3 ergänzt:

Als Nummer 6 wird angefügt: „6. Psychische Belastungen bei der Arbeit“.
Die Anpassung zielt darauf ab, das Bewusstsein der Arbeitgeber für psychische Belastungen bei der Arbeit zu schärfen, die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung in der Praxis zu steigern und dabei das Augenmerk vor allem auf die Berücksichtigung von psychischen Belastungen zu richten. Durch die Formulierung „bei der Arbeit“ wird deutlich gemacht, dass die Klarstellung nicht bezweckt, den Gesundheitszustand der Beschäftigten generell im Hinblick auf alle Lebensumstände zu verbessern.
Schutzmaßnahmen werden dem Arbeitgeber nur insoweit abverlangt, als Gefährdungen für die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten durch die Arbeit auftreten.

Zur Rechtsklarheit sind in § 6 „Dokumentation“ Abs. 1 des ArbSchG die Sätze 3 und 4 gestrichen worden. Die Streichung von Satz 3 stellt klar, dass die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung bereits ab dem ersten Beschäftigten erforderlich ist.

Die Folgen
Viele Organisationen sind bislang der Meinung gewesen, dass eine Nicht-Umsetzung

des novellierten Arbeitsschutzgesetzes keine größeren Gefahren birgt.
Die IHK Düsseldorf – stellvertretend für andere IHKs – mitgeteilt: …

Die Pflicht zur Durchführung
von Arbeitsplatzanalysen besteht nach dem Arbeitsschutzgesetz generell für jeden Betrieb ab bereits einem Mitarbeiter.

Eine schriftliche Dokumentation wird immer empfohlen, da der schriftliche Nachweis vor Haftungsproblemen schützt….
Erfolgt keine Durchführung, bedeutet dies für die Organisation, dass damit ein
Haftungsanspruch
seitens der Berufsgenossenschaft, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung besteht, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund einer psychischen
Situation (z.B. Überlastung, Erschöpfung, Monotonie oder starkem Stress) kra
nk wird.


Zu Fragen der Umsetzung und praktischen Lösungen stehe ich Ihnen 
                                  als Präventions- und Gesundheitsmanager - TÜV - zur Verfügung.                                                      



Tobias Rosenstock

Zertifizierter betrieblicher Präventions- und Gesundheitsmanager des TÜV
mittelstand@relax-power.de
Mobil: 0173- 80 52 696